Themen: Kultur, Gesellschaft, Gleichstellung
Regionen: International, Westasien
Jerusalem verfügt neben seinem religiösen und konfliktgeprägten Image über eine lebendige junge Kulturszene. Am Mahane-Yehuda-Markt beleben Bars, Restaurants und die Porträts des Graffitikünstlers Solomon Souza die Abende. Souza und Projektproduzentin Belen Hahn verweisen darauf, dass der Markt jüdische und arabische Händler zusammengebracht habe; auch arabische Persönlichkeiten seien in der Porträtgalerie vertreten. Poetry Slam Israel organisiert dort Auftritte und gewinnt laut Mitgründer Arik Eber ein breiteres Publikum. Eber verarbeitet neben Alltagsszenen auch die Trennlinien zwischen Juden und Arabern sowie Religiösen und Säkularen. Die Jerusalem Skater Girls vereinen Frauen unterschiedlicher Herkunft und werben für die Freiheit von Mädchen, Skateboard zu fahren. Drag-Queens von Allah Nash treten trotz konservativer Widerstände auf. Sänger Michael Meresse verbindet mit 60 Reebo Punk, Elektro und Metal mit hebräischen und aramäischen religiösen Texten, um religiöse und säkulare Menschen zusammenzuführen.