Themen: Partei-Politik, Gleichstellung, Leben
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Alternative Liste (AL) tritt im Kanton Zürich mit Nicole Wyss und Melanie Berner für einen Sitz im Regierungsrat an und propagiert dabei ein Top-Sharing-Modell. Beide Kandidatinnen sind Mütter, befürworten Teilzeitarbeit und sitzen für die AL im Kantonsrat sowie in der Schulpflege. Da die Kantonsverfassung keine Teilung eines Regierungsamts vorsieht, kandidieren sie formal für zwei einzelne Sitze. Sollte eine von ihnen gewählt werden, will sie die andere als persönliche Mitarbeiterin anstellen und den Regierungsratslohn von 366’000 Franken mit ihr teilen. Wyss und Berner kritisieren, ein Regierungsamt überschreite deutlich ein Vollzeitpensum und schliesse insbesondere Personen mit unbezahlter Care-Arbeit aus. Am liebsten würden sie die Bildungsdirektion übernehmen. Die AL verweist auf das gemeinsame SP-Präsidium von Mattea Meyer und Cédric Wermuth. Ihre Wahlchancen gelten als offen: 2023 erreichte AL-Kandidatin Anne-Claude Hensch Platz elf, und die Partei gewann bisher keinen der sieben Regierungsratssitze.