Themen: CH-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Zürcher Kantonsregierung lehnt zwei ebenerdige, behindertengerechte Übergänge an der Rosengartenstrasse ab. Sie begründet dies mit einem möglichen Rückstau von bis zu 150 Metern im Störungsfall bei täglich 55'000 Fahrzeugen. Kolumnist Thomas Hug-Di Lena kritisiert, die Regierung stelle den Autoverkehr über die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen. Die bestehenden drei Unterführungen und eine Passerelle seien mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen teils schwer nutzbar. Gegen die von der Stadt geplanten Übergänge mit Ampeln habe es keine Rekurse gegeben. Auch beim Lärmschutz wirft Hug-Di Lena der Regierung eine Verweigerungshaltung vor: Tempo-30-Projekte würden teilweise seit Jahren nicht bearbeitet. Den Rückzug der Stadt beim Tempo-30-Gesuch am Rosengarten bezeichnet er als strategisch richtig, weil sie ein verbessertes Gesuch stellen und zugleich für die oberirdischen Querungen weiterkämpfen wolle. Die scheidende Regierung hinterlasse ihren Nachfolgern juristische Auseinandersetzungen.