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Kachowka-Stausee: Wo Wasser war, ist jetzt ein Wald

Infosperber
Kachowka-Stausee: Wo Wasser war, ist jetzt ein Wald

Themen: Ukraine Krieg, Umwelt, Klima&Energie

Regionen: International, Europa

Nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms am 6. Juni 2023 flossen 18 Kubikkilometer Wasser ins Schwarze Meer. Überflutungen, der Ausfall der Trinkwasserversorgung für 1,8 Millionen Menschen und die Zerstörung des Kraftwerks trafen russisch besetzte und ukrainisch kontrollierte Gebiete am Dnjepr. Drei Jahre später hat sich im trockengefallenen Reservoir ein dichtes Ökosystem mit Weiden, Pappeln, Lagunen sowie zahlreichen Tierarten entwickelt. Zugleich bleiben Schwermetalle, weitere Gifte und mögliche Radionuklide im ehemaligen Seebett ein Risiko; wegen der Frontlage sind Analysen kaum möglich. Ein Wiederaufbau des Damms wäre derzeit technisch und wegen des Krieges unrealistisch und würde schätzungsweise fünf Jahre dauern. Befürworter verweisen auf Trinkwasser, Bewässerung, Landwirtschaft und die Kühlung des Kernkraftwerks Saporischja. Gegner warnen vor der Zerstörung des neuen Biotops, Versalzung bei intensiver Bewässerung und fordern alternative Wasser- und Energieversorgung. Ob ein kleineres Reservoir, ein Nationalpark oder eine andere Nutzung entsteht, ist offen.

Infosperber

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