Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: International, Nordamerika
In Kalifornien soll am 3. November im Rahmen der Kongresswahlen über Proposition 40 abgestimmt werden. Sie sieht für die rund 250 Milliardäre des Bundesstaats eine einmalige Vermögenssteuer von fünf Prozent vor, um ein im Beitrag mit 40 Milliarden Dollar beziffertes Haushaltsloch zu schliessen. Wohlhabende Betroffene wehren sich mit Kampagnen dagegen; Mark Zuckerberg müsste laut Darstellung 11,5 Milliarden Dollar zahlen, während Nvidia-Chef Jensen Huang die Abgabe als Privileg bezeichne. Der Autor zeichnet Kaliforniens wirtschaftlichen Wandel vom Niedergang der Film- und Flugzeugindustrie bis zum Aufschwung durch die IT-Branche nach und betont gleichzeitig wachsende kommunale und staatliche Defizite. Er vergleicht diese Entwicklung mit der Schweiz und ihren Städten, besonders Zürich. Steigende Staatsausgaben, die Abhängigkeit einzelner Regionen von bestimmten Branchen und mögliche Standortwechsel vermögender Steuerzahler könnten langfristig ähnliche Risiken schaffen. Gefordert werden eine frühzeitige Begrenzung von Staatswachstum und Ausgaben.