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Kann der Gurten Vielfalt?

Journal B
Kann der Gurten Vielfalt?

Themen: Kultur, Gleichstellung, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

Das Gurtenfestival in Bern weist in seinen Tanzzelten Soundgarden, Cosmodrome und Supermercado während vier Tagen 72 DJ-Sets auf; mehr als die Hälfte stammen von FLINTA-Personen. Auch auf den übrigen Bühnen beträgt ihr Anteil rund 50 Prozent. Seit einem Wechsel im Booking-Team 2019 erreicht das Festival zum fünften Mal in Folge mindestens diese Marke, nachdem der Anteil 2018 bei 23 Prozent lag. DJs aus lokalen und internationalen Szenen bringen unterschiedliche Genres und Communities zusammen. Beteiligte Künstlerinnen würdigen die Offenheit des Bookings, die Förderung von Newcomerinnen und Kooperationen mit Helvetiarockt. Gleichzeitig schildern sie sexistische Zuschreibungen, unzuverlässige Engagements und rassistische Erfahrungen. Ein diverses Programm garantiere noch kein inklusives Festival: Kritisiert werden machoide Auftritte und ein Publikum, das objektifizierende Sprache feiert. Sirens of Lesbos und andere DJs fordern deshalb Diversität nicht nur im Line-up, sondern auch in den Organisationsstrukturen. Awareness-Konzept, FLINTA-Pissoirs und Barrierefreiheit gelten als sichtbare, aber noch unvollständige Schritte.

Journal B

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