Themen: Kultur/Feuilleton, Kultur
Regionen: Schweiz, Romandie
Kenny Barron, 83-jähriger Jazzpianist, bringt am Festival JazzOnze+ eine aussergewöhnliche musikalische und persönliche Geschichte mit. Seine Erinnerungen führen in das New York von 1961: Er wohnte unter dem Schlagzeuger Elvin Jones, hörte Aretha Franklin in der Jazz Gallery und begegnete dem Saxophonisten James Moody. Dieser ermöglichte ihm später den Einstieg in die Gruppe von Dizzy Gillespie. Barron bezeichnet die damalige Nachbarschaft als prägend. Im Mittelpunkt steht jedoch sein neues Album «Songbook», das er als eines seiner schönsten Werke betrachtet. Darauf begleitet er Sängerinnen und ordnet sein eigenes Spiel ihrer Stimme unter. Seine Aufgabe bestehe nicht darin, sich selbst in den Vordergrund zu rücken, sondern die Sängerinnen zum Leuchten zu bringen. Diese Haltung erklärt auch seine Zusammenarbeit mit Ella Fitzgerald, Abbey Lincoln und Chet Baker.