Themen: Bildung, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Aargau/Solothurn
Die Mittelschule Mutschellen im Kanton Aargau will nach den Sommerferien als erste KI-Schule der Schweiz arbeiten. Rund achtzig Lehrpersonen sollen die Software von Pro Scola einsetzen. Lehrkräfte geben Themen und pädagogische Ansätze ein; das System erstellt daraufhin Lernpfade nach Lehrplan 21, Arbeitsblätter und Tests. Schülerinnen und Schüler bearbeiten die Aufgaben auf Papier oder digital, während die KI die Arbeiten korrigiert und Profile für einzelne Lernende sowie ganze Klassen erstellt. Schulleiter Florian Stähli erwartet schnellere und differenziertere Rückmeldungen sowie gezielteren Unterricht. Die Entwicklung wirft jedoch pädagogische und politische Fragen auf. Der Erziehungsphilosoph Roland Reichenbach warnt davor, die Schule auf optimierte Produkteorientierung auszurichten. Eine KI-Analyse könne Lehrpersonen eine problematische, allwissend wirkende Perspektive auf Kinder geben. KI-Avatare könnten beim Lernen zu Hause motivieren, ihre Rolle im Schulzimmer bleibe aber offen.