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PFAS in Medikamenten müssen nicht sein

Infosperber
PFAS in Medikamenten müssen nicht sein

Themen: Gesundheit, Umwelt, Wissenschaft

Regionen: International, Europa

Ein Team der Universität Freiburg im Breisgau hat im Auftrag des deutschen Umweltbundesamts 111 PFAS-haltige Arzneiwirkstoffe untersucht. Für 97 Wirkstoffe, also 87 Prozent, seien PFAS-freie Alternativen verfügbar; für fast alle übrigen befänden sich Ersatzstoffe in Entwicklung. In Deutschland sind laut Untersuchung 70 PFAS-haltige Wirkstoffe zugelassen, denen 61 PFAS-freie Alternativen gegenüberstehen. Die Forschenden betonen, dass niemand Medikamente absetzen soll: Vorrang habe der therapeutische Nutzen. Die Belastung durch Arzneimittel sei insgesamt eher gering, könne sich mit wachsendem Medikamentenkonsum und über Umweltpfade jedoch summieren. 84 Prozent der bewerteten Wirkstoffe könnten Vorläufer von Trifluoracetat sein, das als fortpflanzungsschädigend eingestuft wurde. Swissmedic veröffentlicht keine Liste PFAS-haltiger Medikamente und verweist auf Packungsbeilagen oder die Zulassungsinhaber. Ein geplanter Arzneimittelindex Umwelt soll Fachpersonen künftig bei der Wahl umweltfreundlicher Alternativen unterstützen.

Infosperber

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