Themen: Klima&Energie, Leben, Umwelt
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Beim klimafreundlichen Einkauf sind einfache Regeln nur bedingt verlässlich. Bio ist nicht automatisch nachhaltiger: Konventionell produzierte Schweizer Lebensmittel können ökologisch besser abschneiden als importierte Bioware. Den grössten Beitrag leistet eine deutliche Reduktion des Fleischkonsums; vegan einzukaufen ist fürs Klima am günstigsten. Avocados sind nicht grundsätzlich klimaschädlich. Ihre Bilanz hängt von Herkunft und Transport ab, besonders aber vom hohen Wasserverbrauch in trockenen Anbaugebieten. Auch Regionalität genügt nicht als Massstab. Gemüse aus südeuropäischem Freilandanbau kann klimafreundlicher sein als Gemüse aus einem beheizten Schweizer Gewächshaus. Besonders vorteilhaft ist regionaler, saisonaler Einkauf. Plastik ist nicht zwingend das zentrale Umweltproblem: Dünne Verpackungen können sinnvoll sein, wenn sie Lebensmittel länger haltbar machen. Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, verbessert die Klimabilanz häufig stärker als ein vollständiger Verzicht auf Verpackungen.