Themen: Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Zürcher Finanzplatz finanziert laut Dominik Siegrist in grossem Umfang klimaschädliche Vorhaben wie Ölbohrungen, Flüssiggas-Infrastruktur, Stahlwerke, Schwertransporte und Regenwaldrodungen. Seine Emissionen überstiegen jene der Stadt Zürich um ein Vielfaches und förderten eine Klimaerhitzung von vier bis sechs Grad. Besonders kritisiert wird die Finanzierung neuer Flüssiggas-Terminals in Nordeuropa durch Schweizer Akteure. Zugleich verfolgt Zürich das Ziel, die direkten Emissionen bis 2040 und jene der Stadtverwaltung bis 2035 netto auf Null zu senken, ohne den Finanzsektor einzubeziehen. Siegrist hält dies für unzureichend. Er schlägt vor, dass der Stadtrat die Klimawirkung des Finanzplatzes öffentlich thematisiert, sich gemeinsam mit anderen Städten beim Bund für Regeln einsetzt und städtische Pensionskassen zu klimaverträglichen Anlagen verpflichtet. Zudem sollen Grundlagenstudien Transparenz über klimaschädliche Investitionen schaffen und Klimaschützer:innen im globalen Süden unterstützt werden.