Themen: Krieg&Frieden, Gesellschaft, KI/Digital
Regionen: International, International Unbestimmt
Papst Leo XIV. fordert in seiner Enzyklika «Magnifica humanitas» eine Abkehr von Gewalt, Gleichgültigkeit und Resignation. Eine friedlichere Welt entstehe nicht durch einzelne spektakuläre Gesten, sondern durch beharrliche Beiträge im Alltag und im öffentlichen Leben. Als zentrale Wege nennt er eine entwaffnende Sprache, Frieden auf Grundlage von Gerechtigkeit, die Wahrnehmung der Opferperspektive, einen Realismus ohne Zynismus sowie Dialog und Multilateralismus. Bei Angriffen auf Zivilpersonen, Spitäler, Schulen und lebenswichtige Infrastruktur dürfe man nicht bei abstrakten Analysen stehen bleiben. Politik müsse Interessen und Machtverhältnisse klar betrachten, zugleich aber Institutionen, überprüfbare Garantien, Verhandlungen und den Schutz der Zivilbevölkerung stärken. Dialog sei die Alternative zum offenen Konflikt, auch im Umgang mit Fremden und Migranten. Auf internationaler Ebene brauche es Diplomatie mit allen Gesprächspartnern und reformfähige multilaterale Organisationen. Der Papst warnt zudem vor Cyberangriffen, Datenmanipulation und KI-gestützten Einflusskampagnen, die Staaten destabilisieren und Eskalationen auslösen könnten.