Themen: Wirtschaft/Finanzen, Innen-Politik, Klima&Energie
Regionen: Schweiz, Romandie
Das Zürcher Recherchekollektiv WAV hat bei der Genfer Justiz Beschwerde gegen die Pensionskasse CPEG eingereicht, weil diese ihre detaillierten Anlagen nicht veröffentlichen will. Die CPEG verwaltet Beiträge von rund 57’000 Versicherten, überwiegend Staatsangestellten. Sie argumentiert, die Liste müsse aus mehr als 80 Konten extrahiert, bereinigt und kontrolliert werden; dies sei kein einfacher elektronischer Vorgang. WAV hält dem entgegen, dass Depotbanken sogenannte Look-through-Berichte branchenüblich anbieten. Lombard Odier, die Depotbank der CPEG, bestätigt grundsätzlich den Zugang zu Portfolioinformationen und wirbt mit einer Analyse sämtlicher Anlagen innert Sekunden. Die CPEG räumt ein, dass Mitarbeitende ein entsprechendes Abfragetool nutzen könnten, verweist jedoch auf fehlende Kompetenzen. Publica und die Pensionskasse der Stadt Zürich erklären, detaillierte Listen mit geringem Aufwand zu erstellen. WAV fordert zumindest eine teilweise Offenlegung; sensible Positionen könnten geschwärzt werden. Die CPEG hatte eine detaillierte Liste bereits 2025 publiziert.