Themen: Wirtschaft/Finanzen, Technologie, KI/Digital
Regionen: International, China
China hat den Verkauf der dortigen Robotikaktivitäten von ABB an Softbank aus Sicherheitsgründen untersagt. Der schweizerisch-schwedische Industriekonzern hatte im Oktober 2025 vereinbart, seine Robotiksparte auf Basis eines Unternehmenswerts von über fünf Milliarden Dollar an den japanischen Konzern zu verkaufen. Die Transaktion bedurfte behördlicher Genehmigungen. Laut Financial Times befürchtet die chinesische Investitionsprüfungsbehörde, dass Robotikdaten ins Ausland gelangen und zum Training von KI-Modellen verwendet werden könnten. Dazu gehörten auch Modelle von OpenAI, an dem Softbank wesentlich beteiligt ist. Die Zeitung beruft sich auf nicht namentlich genannte Personen, die mit dem Vorgang vertraut seien. Die Entscheidung überraschte einen Analysten der Zürcher Kantonalbank, da die chinesischen Wettbewerbsbehörden die Transaktion bereits geprüft hatten. ABB und Softbank stehen nach Angaben von ABB in engem Kontakt. Die Robotiksparte beschäftigte weltweit 7000 Personen und erzielte 2024 einen Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar.