Themen: Geopolitik, Wirtschaft/Finanzen, Technologie
Regionen: International, International Unbestimmt
Die Konkurrenz zwischen den USA und China um kritische Rohstoffe verschafft vor allem der Demokratischen Republik Kongo, Brasilien und Kasachstan neue Verhandlungsmacht und hohe Investitionen. Washington und Peking wollen Metalle für künstliche Intelligenz, Elektrifizierung, Halbleiter und Rüstung sichern. 2025 investierten Staat und Unternehmen aus den USA 15,4 Milliarden Dollar in ausländische Minen, chinesische Staatskonzerne mehr als 30 Milliarden. In der Demokratischen Republik Kongo fliessen chinesische und amerikanische Gelder in Kupfer-, Kobalt- und Lithiumprojekte. Ausländische Bergbauinvestitionen entsprachen dort 2025 rund acht Prozent des BIP. Brasilien profitiert besonders von Projekten für seltene Erden, Kasachstan von Investitionen in Wolfram. Die Empfängerländer müssen sich bisher nicht eindeutig einer Seite anschliessen und handeln bessere Eigentumsanteile, lokale Verarbeitung und Datenzugang aus. Fast 80 Prozent der Auslandsinvestitionen beider Mächte konzentrieren sich auf fünf Staaten. Die Strategie stützt sich jedoch auf rasch aktivierbare bestehende Lagerstätten; geringe Explorationsbudgets und lange Entwicklungszeiten könnten künftig zu Engpässen führen.