Themen: Gesundheit, Umwelt, Leben
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Eine Studie der Universität Basel untersucht, ob sich klimafreundliche und gesundheitsfördernde Gewohnheiten leichter etablieren lassen, wenn sie ohne grosse Umstellung in den Alltag passen. Die Psychologin Lena Glaser liess 719 Personen zwischen 18 und 65 Jahren während zwölf Wochen möglichst kalt duschen. In den ersten zwei Wochen brachen viele Teilnehmende den Versuch ab, danach nahm die Zahl der Abbrüche ab, was Glaser als Gewöhnungseffekt deutet. Diejenigen, die weitermachten, berichteten in Befragungen von einem zunehmend besseren körperlichen und psychischen Befinden. Zugleich lagen ihre krankheitsbedingten Absenzen im Vergleich zur Kontrollgruppe, die wie gewohnt duschte, durchschnittlich 31 Prozent tiefer. Kaltes Duschen könne zudem Wasser und die Energie zum Erwärmen sparen, weil kürzer geduscht werde. Glaser empfiehlt keine starre Vorgabe: Die Wassertemperatur dürfe je nach Befinden variieren.