Themen: Gesundheit
Regionen: International, Nordamerika
In den USA sind seit Anfang 2026 laut der Gesundheitsbehörde CDC 5182 Masernfälle bestätigt worden. Acht Menschen, darunter sehr junge Kinder, starben. Fast alle Infizierten waren ungeimpft. Das Ausmass ist seit 1991 beispiellos; 2000 waren die Masern in den USA dank Impfungen für eliminiert erklärt worden. Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation überprüft diesen Status demnächst. Fachleute erwarten dessen Verlust. Der Ausbruch begann 2025 in Texas. Seit vergangenem Jahr wurden in über 45 Gliedstaaten mehr als 7000 Fälle und elf Todesfälle registriert; Experten vermuten eine hohe Dunkelziffer. Der Kinderarzt Paul Offit wirft der Regierung Trump Untätigkeit vor. Gesundheitsminister Robert Kennedy Jr. verbreitet seit Jahren Falschinformationen über die Masernimpfung und hat die Gefährlichkeit der Krankheit wiederholt heruntergespielt. Ausnahmen von der Impfpflicht aus religiösen oder teils philosophischen Gründen haben seit der Pandemie zugenommen. Fachleute befürchten auch mehr Keuchhusten- und Windpockenfälle.