Themen: Gesellschaft, Leben, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Tessin
Sandro Fora verbindet die Ereignisse in Mailand und europäische Sorgen mit einer grundsätzlichen Kritik am heutigen Familien- und Gesellschaftsleben im Tessin. Anders als bei Protesten der 1960er- und 1970er-Jahre vermisst er Stolz, Opferbereitschaft und die Bereitschaft, mit begrenzten Mitteln auszukommen. Eltern arbeiteten aus Liebe zu ihren Kindern oft den ganzen Tag, hätten dadurch aber immer weniger Zeit für sie. Das gemeinsame Abendessen und der Austausch am Tisch seien vielfach verschwunden. An ihre Stelle trete das Bild eines allein vor Fernseher und Smartphone sitzenden Kindes. Fora stellt den so verstandenen Fortschritt infrage und sieht Wärme, Zuhören und Zeit füreinander verloren. Als möglichen Gegenentwurf fordert er, Bildschirme auszuschalten, wieder gemeinsam den Tisch zu decken und einander direkt anzusehen.