Themen: Wirtschaft/Finanzen, Umwelt, Gesellschaft
Regionen: International, Afrika
In der ghanaischen Goldstadt Tarkwa arbeiten Tausende Menschen in illegalen handwerklichen Untertageminen. Ein junger Bergarbeiter verbringt laut seinen Kollegen zwei bis drei Tage in über hundert Metern Tiefe, um wenige Gramm Gold zu fördern. Seit April 2017 gilt ein staatliches Moratorium für den handwerklichen Goldabbau. Die aus 400 Soldaten und Polizisten bestehende Spezialeinheit Operation Vanguard geht gegen illegale Schürfer vor und hat bereits 2000 Personen festgenommen. Dennoch laufen zahlreiche Minen weiter. An einem Standort arbeiten nach Angaben des Leiters 3000 Menschen rund um die Uhr. Bei drohenden Kontrollen werden Abraum und Material rasch weggeräumt. Betreiber begründen den Abbau mit fehlenden Einkommensmöglichkeiten und bestreiten erhebliche Umweltschäden durch ihre Untertageminen. Die Regierung hatte die Einschränkungen hingegen mit Umweltschutz begründet. In provisorischen Anlagen wird das geförderte Gestein zerkleinert, gemahlen und gewaschen; ein Betreiber beziffert einen guten Tagesertrag auf rund 3000 Dollar.