Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Kanton Zürich dürfte 2026 mit einem Überschuss von 491 Millionen Franken abschliessen, obwohl das Budget ein Defizit von 365 Millionen Franken vorsah. Gemäss einem Zwischenbericht, in den die «NZZ» Einblick hatte, liegen die Steuererträge von Privatpersonen und Unternehmen rund 428 Millionen Franken über Plan. Zusätzliche Einnahmen stammen aus der Gewinnausschüttung der Nationalbank sowie höheren Dividenden des Flughafens Zürich und der Elektrizitätswerke des Kantons. Karl Heinz Meyer, Präsident der Finanzkommission und SVP-Kantonsrat, hält die Entwicklung angesichts der Vorjahre nicht für überraschend: Aus einem erwarteten Plus von 100 Millionen Franken wurde im Vorjahr ein Überschuss von 730 Millionen. Nicola Siegrist, Co-Chef der SP-Fraktion, kritisiert eine zu konservative Budgetierung, durch die Leistungen für die Bevölkerung zurückgehalten würden. Die FDP fordert Steuersenkungen für Private und Unternehmen. Der Steuerfuss wird jedoch nur alle zwei Jahre festgelegt; für 2027 ist keine Senkung möglich. Die Finanzdirektion kündigte die Veröffentlichung des Regierungsratsbeschlusses für Donnerstag an.