Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Finanzierung der 13. AHV-Rente wird vor der Abstimmung vom 29. November über eine zusätzliche Mehrwertsteuererhöhung von 0,4 Prozentpunkten diskutiert. Der Beitrag zeichnet die Geschichte der AHV-Finanzierung nach und relativiert Warnungen vor ihrer Untragbarkeit. Die 1948 eingeführte Versicherung wurde zunächst über paritätische Lohnbeiträge von vier Prozent sowie Beiträge von Bund und Kantonen finanziert. Nach der achten Revision stiegen die Beiträge bis 1975 auf 8,4 Prozent; seit der Reform zur Unternehmenssteuer und AHV-Finanzierung betragen sie 8,7 Prozent. Seit 1999 fliesst Mehrwertsteuer in die AHV, seit 2020 der gesamte demografische Mehrwertsteuerprozentpunkt. Der Bundesbeitrag liegt seit 2020 bei 20,2 Prozent der Ausgaben. Ende 2025 verfügte der AHV-Ausgleichsfonds laut Beitrag über 60 Milliarden Franken gegenüber geschätzten jährlichen Ausgaben von 53 Milliarden. Die vorgeschlagene Mehrwertsteuererhöhung würde bis 2030 jedoch nur rund einen Drittel der zusätzlichen Kosten decken.