Themen: CH-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Romandie
Genfs Staatsangestellte demonstrieren und streiken seit Monaten regelmässig, doch die Mobilisierung verliert an Schwung. Dabei steht im Dezember die Beratung des Budgets 2027 an, mit zahlreichen vom Staatsrat vorgesehenen Sparmassnahmen. Vorgesehen ist zwar eine Lohnerhöhung um eine Dienstaltersstufe, nicht aber ein Teuerungsausgleich. Betroffen sind zudem unter anderem die Geisteswissenschaften und Spezialfächer der Sekundarstufe II. Für die Bevölkerung sollen die Heimtaxen sowie die Beteiligung an der Spitex steigen; Ergänzungsleistungen sollen dem Schweizer Durchschnitt angepasst werden. Die Semestergebühren an Hochschulen sollen von 500 auf 700 Franken steigen, während subventionierte Einrichtungen vier Prozent weniger Unterstützung erhalten. Musik-, Tanz- und Theaterschulen könnten deshalb ihre Tarife erhöhen. Der Kommentar fordert eine gemeinsame Gegenwehr von Personal und Nutzenden, auch durch Streiks, bevor das Budget beschlossen wird.