Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Nach einem Angriff auf ein liechtensteinisches Register verfügen Täter laut der Liechtensteinischen Rechtsanwaltskammer über Daten von 31’000 wirtschaftlich berechtigten Personen. Betroffen sind Gesellschaften, Stiftungen und Treuhänderschaften; abgeflossen sein sollen Namen, Geburtsdaten, Staatsangehörigkeiten und Wohnsitzstaaten. Die Kammer warnte ihre Mitglieder, dass die Daten für weitere Betrugsversuche genutzt werden könnten. Besonders bestehe die Gefahr, dass Täter oder andere Gruppen mittels Social Engineering zusätzliche Informationen beschaffen. Anrufe und E-Mails seien deshalb auch dann mit Vorsicht zu behandeln, wenn sich Absender mit bislang als sicher geltenden Angaben wie Namen oder Geburtsdatum legitimierten. Anwälte können selbst als Berechtigte in den Strukturen geführt sein oder kennen die tatsächlichen Begünstigten. Grundsätzlich müsse jene Stelle die Betroffenen informieren, bei der der Einbruch erfolgt sei; nach Auffassung der Kammer ist dafür die Landesverwaltung zuständig. Dennoch könne es sinnvoll sein, betroffene Mandanten proaktiv, zurückhaltend und sachlich zu benachrichtigen. Die Regierung hat für Fragen eine E-Mail-Adresse eingerichtet.