Themen: Innen-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Aargau/Solothurn
Ein ehemaliger SBB-Kadermann aus Olten soll durch fingierte Bestellungen und Rechnungen rund neun Millionen Franken veruntreut haben. Die Bundesanwaltschaft ermittelt seit zwei Jahren; Ende Oktober beginnt der Prozess gegen den geständigen Hauptbeschuldigten sowie seine vier nicht geständigen Mitbeschuldigten, darunter seine Schwester. Laut Anklage flossen Gelder auf Konten von Firmen, die der frühere Manager kontrollierte. Einzelne Rechnungen seien meist unter 50’000 Franken geblieben, später teilweise darüber. Mit dem Geld soll er unter anderem ein Grundstück im Kanton Solothurn, ein Haus in Florida und 13 Autos gekauft haben, darunter einen Lamborghini. Die Mitangeklagten erhielten laut Anklage jeweils etwa eine Million Franken, bestreiten jedoch Kenntnis der Delikte. Wegen Verjährungsfristen sind von neun Millionen Franken noch rund fünf Millionen strafrechtlich relevant. Dem heute 54-Jährigen drohen wegen ungetreuer Amtsführung, gewerbsmässigen Betrugs, schwerer Geldwäscherei und Urkundenfälschung mehrere Jahre Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung.