Themen: Kultur
Regionen: Schweiz, Romandie
Lauren Dällenbachs erster Langfilm «Nicole Nicole» kommt sechs Monate nach der Auszeichnung mit dem Jurypreis des nationalen Wettbewerbs am Festival Visions du Réel in Nyon ins Kino. Die Waadtländer Regisseurin porträtiert ihre 55-jährige Tante Nicole, die noch bei ihrer Mutter lebt, sich aber mehr Eigenständigkeit wünscht. Im Zentrum steht die teils konflikthafte wechselseitige Abhängigkeit der beiden Frauen. Der Film nähert sich Nicole sensibel und macht ihre Andersartigkeit nicht zum blossen Gegenstand der Beobachtung, sondern zum Antrieb einer Emanzipationsgeschichte. Nicole erhält dabei Raum, als eigenständige und eindrückliche Filmfigur sichtbar zu werden. Im Interview wird Dällenbach nach ihrer frühen Erinnerung daran gefragt, wann sie als Kind bemerkte, dass ihre Tante anders war.