Themen: Kultur, Gesellschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Bruno Meyerfeld hat den 88. Albert-Londres-Preis für seine im «Le Monde» veröffentlichten Reportagen über indigene Gemeinschaften im brasilianischen Amazonasgebiet erhalten. Die Jury würdigte, dass er die Gewalt gegen die betroffenen Gemeinschaften auch in abgelegenen Gebieten sichtbar mache. Meyerfeld widmete die Auszeichnung den Menschen, die ihn empfangen hätten und derzeit vielfältiger Gewalt ausgesetzt seien. Den audiovisuelle Preis erhielt Brice Lambert für den Dokumentarfilm «Sexe faible, l'Amérique en guerre contre ses femmes», der Gewalt von Männern gegen Frauen in den USA behandelt. Der Buchpreis ging an Arthur Sarradin für «Le Nom des ombres» über das syrische Gefängnissystem nach dem Sturz Baschar al-Assads im Dezember 2024. Bei der Preisverleihung forderte Jurypräsident Hervé Brusini zudem Zugang für Journalistinnen und Journalisten nach Gaza. Die Kulturministerin Catherine Pégard verwies auf bedrohte Pressefreiheit und den in Algerien inhaftierten Journalisten Christophe Gleizes.