Themen: Innen-Politik, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Proteste des Jugendnetzwerks «GenZ regelt!» haben in mehreren deutschen Städten zu Ausschreitungen geführt. Besonders angespannt war die Lage in Frankfurt am Main: Vermummte schlugen Schaufenster ein, plünderten Geschäfte, darunter einen Waffenladen, und warfen Steine, Feuerwerk sowie Molotowcocktails auf Polizei und Rettungskräfte. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Pfefferspray ein, stellte zwei Waffen sicher und nahm einen Verdächtigen fest; mehrere Beamte wurden verletzt. Hessens Innenminister Roman Poseck erklärte, rund hundert klar identifizierte Linksextremisten hätten sich unter die Demonstrierenden gemischt. Auch in Hamburg und Köln wurden nach Angriffen mit Feuerwerk, Steinen und Flaschen Wasserwerfer eingesetzt. In Berlin registrierte die Polizei bei einer nicht mit «GenZ regelt!» verbundenen Kundgebung Eier- und Flaschenwürfe. In Bonn erlitt ein Polizist leichte Verletzungen. Die in rund dreissig Städten angekündigten Demonstrationen mit Zehntausenden Jugendlichen waren tagsüber überwiegend friedlich verlaufen.