Themen: Gesundheit, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die Basler Staatsanwaltschaft hat nach dem Legionellen-Ausbruch im Kleinbasel von Amtes wegen ein Strafverfahren wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung eröffnet. Wegen des laufenden Verfahrens nennt sie keine weiteren Einzelheiten und verweist auf Amts- und Untersuchungsgeheimnis, Unschuldsvermutung sowie Persönlichkeitsrechte. Mindestens 26 Personen sind betroffen; eine Person starb. 25 Erkrankte mussten ins Spital, darunter sieben auf eine Intensivstation. Das Gesundheitsdepartement hatte zwei Kühltürme an der Rebgasse als Ansteckungsquelle identifiziert und sie ausser Betrieb genommen. Die Anlagen befinden sich auf dem Dach des Schweizer Manor-Hauptsitzes. Legionella pneumophila kann die Legionärskrankheit verursachen, eine Lungenentzündung; besonders gut vermehrt sich der Erreger in Wassersystemen mit nicht konstant erneuertem Wasser bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad. Kritik betrifft fehlende systematische Kontrollen und die Information der Anwohnerschaft.