Themen: Gesundheit, Umwelt
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
In Basel-Stadt sind seit Ende Juli 26 Fälle von Legionellose gemeldet worden. Sieben Erkrankte mussten auf die Intensivstation, ein 69-jähriger vorerkrankter Mann starb. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Personen über 50 Jahre und Rauchende. Legionellen können über Aerosole eingeatmet werden und schwere Lungenentzündungen auslösen. Weil auffallend viele Erkrankte aus dem mittleren Kleinbasel stammten, untersuchte der Kanton zehn Nasskühltürme. Acht Anlagen überschritten einen Richtwert für Legionellen. In zwei Kühltürmen auf einem Bürogebäude an der Rebgasse wurde eine grössere Menge von Legionella pneumophilia gefunden, der Unterart, die für die meisten Erkrankungen verantwortlich ist. Die Anlagen auf dem Manor-Hauptsitz wurden am 31. Juli ausser Betrieb genommen. Ein Laborabgleich mit Proben von Erkrankten soll die vermutete Quelle noch bestätigen. Das Kantonslabor will weitere Kühltürme identifizieren, kontrollieren und ein Register aufbauen. Bei Atemnot, Fieber und starkem Husten wird ärztliche Behandlung empfohlen.