Themen: Kultur/Feuilleton, Kultur
Regionen: Schweiz, Romandie
Damien Jalet, belgischer Choreograf und langjähriger Weggefährte von Sidi Larbi Cherkaoui, nennt Pier Paolo Pasolini, Ryūichi Sakamoto und Madonna als zentrale künstlerische Bezugspunkte. Pasolinis Kino und Literatur hätten ihm früh eine Verbindung von Sexualität, Sakralem und gesellschaftlicher Kritik eröffnet; auch die Sängerin Giovanna Marini prägte sein Verständnis von Gesang und Ritual. Mit Sakamoto stand Jalet zehn Jahre in Kontakt. Der Komponist vermittelte ihm Einblicke in japanische Traditionen wie das Onbashira-Ritual und brachte ihn mit dem Künstler Kohei Nawa zusammen. Daraus gingen Arbeiten wie «Thr(o)ugh» und «Mirage» hervor. Madonna wiederum weckte bei Jalet als Kind die Begeisterung fürs Tanzen und engagierte ihn später für die Tourneen «Madame X» und «The Celebration Tour». Im November ist «Océans» im Bâtiment des Forces Motrices zu sehen.