Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Im Streit über die Eigenkapitalvorschriften für die UBS wird im Nationalrat eine alternative Bewertung ausländischer Tochtergesellschaften diskutiert. Laut Bloomberg will ein Ratsmitglied die Equity-Methode ins Spiel bringen, bei der sich der Beteiligungswert am Eigenkapital der Tochter orientiert. Gewinne und Verluste würden laufend im Buchwert erfasst. Die UBS hatte den Ansatz bereits in ihrer Vernehmlassungsantwort vorgeschlagen und auf hohe Abschreibungen der Credit Suisse verwiesen. Der Bundesrat verlangt eine vollständige Unterlegung der Auslandstöchter mit hartem Kernkapital; der Ständerat reduzierte die Anforderung auf 90 Prozent. Laut UBS wären dafür rund 16 Milliarden Dollar zusätzliches Kapital nötig. Die neue Bewertungsmethode könnte den Bedarf senken, das Ausmass ist aber offen. Der Bundesrat bezweifelt, dass sie das Risiko für das Stammhaus vollständig beseitigt. Der Vorschlag stammt nach Recherchen aus der SVP. Die Wirtschaftskommission des Nationalrats berät ihn am 23. und 24. November.