Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Hansrudolf Schmid wendet sich an UBS-Chef Sergio Ermotti und kritisiert dessen Haltung zu den geplanten Eigenkapitalvorschriften für die Grossbank. Die UBS verfüge mit rund 350 Milliarden Franken Krediten über erhebliche Macht in der Schweiz, stelle diese aber vor allem als Belastung und Wettbewerbsnachteil dar. Schmid hält dem entgegen, höhere Sicherheitsvorgaben schützten Kunden und das Land; die Erfahrungen mit dem Niedergang der Credit Suisse hätten gezeigt, dass Behörden einer solchen Bank nicht ausreichend gewachsen seien. Er wirft Ermotti vor, die Machtfrage zu umgehen und mit Kritik an Behörden von ihr abzulenken. Falls ein Wegzug der UBS tatsächlich die Kreditversorgung von KMU gefährde, handle es sich faktisch um einen Service public, der nicht vom Ermessen der Bank abhängen dürfe. Schmid fordert deshalb die unveränderte Annahme des bundesrätlichen Vorschlags. Bei einer Verwässerung solle die UBS aufgespalten werden oder wegziehen.