Themen: KI/Digital, Innen-Politik
Regionen: International, Europa
Nach dem Cyberangriff in der Nacht auf den 1. August 2026 auf Liechtensteins Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen haben forensische Untersuchungen ein mögliches Einfallstor ermittelt. Die detaillierte Auswertung läuft weiter. Kriminelle kopierten Daten von rund 31'000 Rechtsträgern; laut Regierung wurde das Register gezielt und isoliert angegriffen. Hinweise auf Zugriffsversuche auf weitere Systeme der Landesverwaltung oder auf manipulierte Registerinhalte gebe es nicht. Dennoch nahm die Regierung weitere sensible Daten vorsorglich vom Netz, setzte noch am Abend einen Krisenstab ein und will die betroffenen Rechtsträger informieren. Das 2021 eingeführte Register enthält öffentliche und nicht öffentliche Angaben zu wirtschaftlich Berechtigten von Gesellschaften, Stiftungen und Treuhänderschaften, darunter Namen, Geburtsdaten, Staatsangehörigkeit und Wohnsitzstaat, jedoch keine Adressen. Regierungschefin Brigitte Haas bezeichnete das Register als Instrument gegen Straftaten und den Angriff als Angriff auf internationale Compliance-Standards. In der Schweiz soll am 1. Oktober 2026 ein vergleichbares Transparenzregister starten.