Themen: Partei-Politik, CH-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Bei den Zuger Wahlen gelingt es SP und ALG erneut nicht, die bürgerliche Bastion im Regierungsrat zu erobern. Im Kantonsrat halten beide linken Parteien ihre bisherigen Sitze. Dies, obwohl mehrere Konfliktfelder ihrer Politik entgegenkommen könnten: Zuger Seen und Flüsse führten im Sommer so wenig Wasser wie seit Jahren nicht mehr, Wälder und Wiesen leiden unter Trockenheit, und der Wohnungsmarkt ist stark angespannt. Zugleich steigen die Belastungen der Haushalte durch Lebensmittel, Benzin, Mieten und Krankenkassenprämien. SP und ALG bezeichnen die kantonale Wohnstrategie in den Ratssitzungen regelmässig als Papiertiger und verlangen wirksamere, linkere Massnahmen. Die Analyse sieht jedoch ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis in der Zuger Bevölkerung, von dem die SVP profitiert. Die genannten Sorgen reichen damit nicht aus, um der Linken zusätzliche politische Sitze zu verschaffen. Zudem verweist die Analyse auf Unzufriedenheit in der Bevölkerung und auf einen von der Autorin bei der FDP ausgemachten Fehler.