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Literatur: Geschlecht zu verkaufen

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Literatur: Geschlecht zu verkaufen

Themen: Kultur/Feuilleton, Gesellschaft, Gleichstellung

Regionen: International, Nordamerika

Tony Tulathimutt es Erzählband «Fiasko» kreist um Zurückweisung, Begehren, digitale Öffentlichkeiten und Identitätspolitik. Die erste Geschichte handelt von einem Mann, der sich als Feminist versteht, nach wiederholten Ablehnungen jedoch zunehmend radikalisiert. Der Band variiert solche Konstellationen in unterschiedlichen Figurenperspektiven und setzt dabei oft auf kalkulierte Provokation und drastische sexuelle Fantasien. Der Beitrag sieht Tulathimuttes besondere Stärke in den späteren Texten, vor allem in «Main Character». Darin schildert die Figur Bee ihre Jugend als Tochter einer thailändischstämmigen Familie in den USA und ihre Erfahrung, als Asian American nicht als Hauptfigur der Gesellschaft vorgesehen zu sein. Früh erkennt sie, wie sich Identität vermarkten lässt, und entwickelt später eine radikale Verweigerung gegenüber Zuschreibungen von Geschlecht und Herkunft. Das Buch endet mit einem fingierten Absagebrief eines Verlags an den Autor, der die mögliche Kritik am Werk vorwegnimmt. Die deutsche Ausgabe wurde von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr übersetzt.

www.woz.ch

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