Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Eine interne Analyse des Bundes kommt laut Reuters zum Schluss, dass sich ein Wegzug der UBS nach New York oder London kaum auszahlen dürfte. Die Regierung prüfte, ob die Grossbank durch einen neuen Hauptsitz strengere Schweizer Eigenkapitalvorschriften umgehen könnte. Demnach wären die Kosten einer Verlagerung in beide Länder hoch und in einer ähnlichen Grössenordnung wie die zusätzliche Kapitalbelastung durch die Schweizer Pläne. In den USA würde eine für Grossbanken übliche flache Holdingstruktur wegen Vorschriften zu «Double Leverage» und «Clean Holding Companies» wesentlich gleich viel Kapital binden wie eine umfassende Kapitalunterlegung von in- und ausländischen Tochtergesellschaften. Eine Beibehaltung der heutigen Konzernstruktur könnte gewisse Erleichterungen bringen, falls US-Behörden diese akzeptierten. In Grossbritannien könnten für Auslandstöchter zwar weniger strenge Anforderungen gelten. Gleichzeitig müsste die UBS zusätzliches Kapital für ihr dann als ausländische Beteiligung behandeltes Schweizer Geschäft halten. Die möglichen Auswirkungen seien insgesamt schwer verlässlich zu beziffern. UBS kritisiert die geplanten Schweizer Vorgaben als Gefahr für ihre Wettbewerbsfähigkeit.