Themen: Geopolitik, Krieg&Frieden, KI/Digital
Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa
Die britische Regierung plant mit der Kampagne «Be Ready», die Bevölkerung auf mindestens drei Tage Eigenversorgung in einer Notlage vorzubereiten. Haushalte sollen Wasser, haltbare Lebensmittel, Medikamente, Bargeld, Taschenlampen, batteriebetriebene Radios, Decken sowie Kopien von Identitätsdokumenten bereithalten und eine Evakuierungstasche vorbereiten. Vorgesehen sind drei Liter Wasser pro Person und Tag, zusätzliches Wasser zum Kochen und Waschen eingeschlossen. Verteidigungsminister Wes Streeting begründet die Initiative mit möglichen Cyberangriffen, Terrorakten und Unterbrüchen von Lieferketten durch feindliche Staaten, insbesondere Russland. Er spricht lieber von «Staatsterrorismus» als von hybrider Kriegführung und fordert nationale Widerstandsfähigkeit. Sorgen bereiten London zudem Berichte über russische Fischereischiffe nahe Unterseekabeln, deren Beschädigung Kommunikation und Wirtschaft beeinträchtigen könnte. Die hohe Abhängigkeit von Lebensmittelimporten gilt ebenfalls als Risiko. Kritiker werfen der Regierung Alarmismus vor; Streeting will die Bevölkerung nach eigener Aussage wachsam, nicht verängstigt machen.