Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Der Ebikoner Gemeinderat will 23 Prozent der gemeindeeigenen Areale verkaufen und 60 Prozent im Baurecht abgeben. Damit sollen Investitionen finanziert und die hohe Pro-Kopf-Verschuldung gesenkt werden. Bis 2045 erwartet die Gemeinde 101 Millionen Franken aus Verkäufen und 42 Millionen aus Baurechtszinsen. Untersucht wurden 46 Immobilien mit einem geschätzten Wert von rund 256 Millionen Franken nach Abzug von Entwicklungs- und Baukosten. Verkauft werden sollen unter anderem Teile der Areale Risch Nord und Ronmatte. Die SP warnt vor einem Ausverkauf und erwägt eine Bodeninitiative; auch die Grünen lehnen die Strategie ab. Die SVP ist nicht grundsätzlich gegen Verkäufe, während Mitte und FDP die Strategie noch prüfen. Die Bodenfrage fliesst zudem in die Abklärungen zu einer möglichen Fusion mit der Stadt Luzern ein. Eine Grundlagenstudie und ein Planungsbericht sollen Anfang 2027 vorliegen. Konkrete Gespräche über einen Kauf Ebikoner Areale durch die Stadt gab es laut den Gemeinden noch nicht.