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Mauerbau 1961: Verschwiegene Ursachen und Hintergründe

Global Bridge
Mauerbau 1961: Verschwiegene Ursachen und Hintergründe

Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik

Regionen: International, Europa

Der Beitrag zum 65. Jahrestag des Mauerbaus stellt gängige Deutungen der Berliner Mauer infrage und rückt internationale Konflikte des Kalten Krieges in den Vordergrund. Der frühere DDR-Funktionär Herbert Graf kritisiert, dass Walter Ulbrichts Satz, niemand wolle eine Mauer errichten, meist verkürzt wiedergegeben werde. Ulbricht habe damals für vertragliche Beziehungen und eine Verhandlungslösung für Westberlin plädiert. Graf führt die Berlin-Krise auf alliierte Nachkriegsregelungen, die Besatzungszonen und den ungelösten Status Westberlins zurück. Er schildert sowjetische Forderungen nach einem Friedensvertrag, die gescheiterte Pariser Gipfelkonferenz von 1960 nach dem U-2-Zwischenfall sowie erfolglose Gespräche zwischen Nikita Chruschtschow und John F. Kennedy 1961. Nach seiner Darstellung mündeten geheime Verständigungen über einen europäischen Status quo in den Mauerbau. Dieser sei neben der Einschränkung der Fluchtbewegung ein Element zur Kriegsvermeidung gewesen. Der endgültige Beschluss sei am 3. August 1961 in Moskau gefallen.

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