Themen: Gesellschaft, Wirtschaft/Finanzen, Reisen & Ferne Welt
Regionen: International, Westasien
Beduinenstämme im jordanischen Rum lehnen einen vor rund zwanzig Jahren von den Behörden vorgeschlagenen Umsiedlungsplan ab. Das Dorf, das direkten Zugang zur Wüste bietet, soll geräumt und sieben Kilometer entfernt als stärker folkloristisch geprägte Siedlung neu errichtet werden. Anlass war nach Darstellung des Beitrags, dass Rum damals als wenig ansehnlich galt. Die Behörden wollten das Gebiet jedoch nicht grundlegend sanieren, sondern für ein touristisches Konzept neu ordnen. Ein älterer Bewohner erklärt, die beharrliche Weigerung wegzuziehen solle zeigen, dass die Stämme die Absichten hinter den staatlichen Versprechen durchschauten. Besonders kritisch sehen sie einen geplanten Luxustourismus nach dem Vorbild ostafrikanischer Naturparks. Dessen Verwaltung würde nach ihrer Befürchtung nicht den Beduinen übertragen. Für die in Rum ansässigen Stämme steht damit ihre wirtschaftliche Lebensgrundlage auf dem Spiel.