Themen: Leben, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Zürcher Wohnungsmarkt zeigt laut dem Immobilienbarometer der Zürcher Kantonalbank erste, begrenzte Entspannungstendenzen. Die Leerwohnungsziffer im Kanton stieg von 0,48 auf 0,52 Prozent; besonders in der Agglomeration gibt es mehr freie Wohnungen. Als Gründe nennt die ZKB weniger Zuwanderung im Jahr 2026, eine stärkere Bautätigkeit und aufgeschobene Umzüge junger Menschen. Für das laufende Jahr erwartet die Bank 8500 neu erstellte Wohnungen, 300 mehr als im Vorjahr. Die Zahl leerer Mietwohnungen dürfte von 2900 im Jahr 2025 auf 3500 im Jahr 2027 steigen. In der Stadt Zürich ist die Veränderung allerdings minimal: 2026 lag die Leerwohnungsziffer bei nur 0,11 Prozent, gegenüber 2025 standen lediglich 17 Wohnungen mehr leer. Angebotsmieten steigen mit 1,5 Prozent deutlich langsamer als früher, als jährliche Zuwächse von über 10 Prozent vorkamen. Die stagnierende Medianmiete bedeutet jedoch nicht Entlastung: Günstige Wohnungen verschwinden besonders häufig vom Markt, und die Zahlungsgrenze vieler Haushalte scheint erreicht.