Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Migros lässt die für 2026 erwartete Personalumfrage ausfallen und will die gut 90’000 Angestellten künftig im Zweijahresrhythmus befragen. Konzernchef Mario Irminger und die Konzernleitung teilten den Entscheid intern mit. Laut Mitteilung des Migros-Genossenschafts-Bunds soll der längere Abstand den Gesellschaften mehr Zeit geben, aus Befragungen abgeleitete Massnahmen umzusetzen und deren Wirkung sichtbar zu machen. Ein Jahr reiche oft nicht aus, Veränderungen nachhaltig zu verankern und zuverlässig zu beurteilen. Zudem sollen die Resultate besser mit jenen zahlreicher Migros-Gesellschaften vergleichbar werden, die ihre Mitarbeitenden bereits alle zwei Jahre befragen. Die Belegschaft steht nach drei Jahren unter Irminger laut Darstellung unter hohem Druck: Abbau, Umbau, Entlassungen, Verschiebungen, IT-Probleme und Wechsel in Führungspositionen hätten die Zeit geprägt. Kritiker werten den Verzicht auf die diesjährige Befragung als Versuch der Führung, Zeit zu gewinnen, bis sich die Stimmung in der Organisation verbessert.