Themen: Kultur/Feuilleton, Kultur
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Beim offenen Projektwettbewerb für ein neues Wohnhaus in Bern-Ausserholligen erreichten zwei Berner Büros die engere Wahl von acht Projekten, erhielten aber keinen Preis. Der Jurybericht befand ihre Entwürfe insgesamt als weniger überzeugend. Dies nimmt eine polemische Kritik zum Anlass, die gegenwärtige Berner Wohnbaukultur als schwach darzustellen und die Dominanz von Büros aus Zürich und Basel zu beklagen. Zürich verfüge über eine grosse Architekturschule, eine hohe Baudynamik und ein dichtes Netzwerk etablierter Akteurinnen und Akteure. In Bern seien dagegen auch Jurys oft mit Fachleuten von ausserhalb besetzt. Zugleich erinnert der Text an frühere Berner Wohnbauleistungen, darunter Atelier 5 mit der Halen-Siedlung sowie die Grossüberbauungen von Gret und Hans Reinhard in Bümpliz. Entscheidend sei eine dauerhaft hohe Baukultur und die dafür nötigen Akteure.