Themen: Kultur/Feuilleton, Kultur
Regionen: Schweiz, Ostschweiz
Beni Bischof legt zwölf Jahre nach dem ersten «Psychobuch» einen zweiten, 776 Seiten starken Bildband vor. «Psychobuch 2» bündelt mehr als zweieinhalb Kilo Fotografien, Zeichnungen, Malerei, Collagen und Fundstücke aus seiner überbordenden Bildwelt. Kapitel und Zwischentitel lässt der St.Galler Künstler diesmal weg; neue Nachbarschaften der Bilder sollen für sich sprechen. Muskelhelden, aufgemotzte Autos, Glamour, Schlagzeilen und Fortschrittsoptimismus aus Film, Magazinen, Zeitungen und Fernsehen werden ausgeschnitten, überklebt, kombiniert oder unverändert ausgestellt. Bischof dekonstruiert damit Geschmacklosigkeiten und vertraute Bildwelten seiner Generation. Neben vorgefundenem Material stehen eigene Wasserfarben, kunsthistorische Verweise, frühere Arbeiten sowie Einblicke ins Atelier und Ausstellungen. Wiederkehrende Motive prüfen die Aufmerksamkeit des Publikums. Der Band führt die Methode des ersten «Psychobuchs» konsequent fort und verschärft die ohnehin absurde Alltagswelt ins Skurrile und Obszöne.