Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Multinationale Unternehmen bewerten die Standortbedingungen der Schweiz zunehmend kritischer. Eine Studie von McKinsey und der Swiss-American Chamber of Commerce zeigt, dass sieben von zehn befragten Unternehmen bei zentralen Faktoren eine Verschlechterung gegenüber anderen globalen Hubs feststellen. Besonders betroffen sind Regulierung, Steuern und Infrastruktur. Multinationale Firmen machen zwar nur 6 Prozent der in der Schweiz ansässigen Unternehmen aus, tragen jedoch 42 Prozent zum Bruttoinlandprodukt bei. Bei Neuansiedlungen gewinnt die Schweiz laut Studie in Forschung und Entwicklung sowie im Technologiesektor an Bedeutung, während Ansiedlungen in Pharma, Healthcare und Industrie zurückgehen. Die Unternehmenschefs führen den Rückgang weniger auf einzelne Vorschriften als auf die Summe kleiner Verzögerungen zurück. McKinsey-Schweiz-Chef Michael Steinmann fordert, die Voraussetzungen für Attraktivität aktiv zu pflegen. Rahul Sahgal von der Swiss-American Chamber of Commerce sieht Leistung, Schnelligkeit und Verlässlichkeit als entscheidende Wettbewerbsvorteile gegenüber grösseren Volkswirtschaften.