Themen: Gesundheit, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Universitätsspital Zürich hat seit Anfang Juni hunderte Nebenbeschäftigungen und Interessenbindungen seiner Mitarbeitenden überprüft. In zehn Fällen stellte es Verstösse gegen interne Richtlinien fest, ohne die Art der betroffenen Bindungen offenzulegen. Auslöser der Prüfung war der im Mai öffentlich gewordene Fall des früheren Herzklinik-Chefarztes Francesco Maisano. Ihm wird vorgeworfen, dass unter seiner Leitung rund 70 Todesfälle mit falsch gewählten Implantaten zusammenhingen. Die Implantate sollen von einer Firma geliefert worden sein, an der Maisano selbst beteiligt war; anderen Behandlungen hätten den Patientinnen und Patienten besser helfen können. Seither müssen alle Mitarbeitenden ihre Interessenbindungen zur Prüfung einreichen, die auf den Teamseiten des Spitals veröffentlicht werden. Nicht jede Firmenverbindung verstösst gegen die Regeln: Der Rheumatologie-Chef gründete etwa ein Start-up für Hautdiagnose-Messgeräte, das auch vom USZ gefördert wird. Weitere Prüfungen laufen, eine Aktualisierung ist für Oktober vorgesehen.