Themen: Partei-Politik, Innen-Politik
Regionen: International, Europa
Kai Wegner verzichtet elf Wochen vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl auf die CDU-Spitzenkandidatur. Auslöser ist seine Krisenkommunikation nach einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am 3. Januar, zu dem sich die linksextremistische Vulkangruppe bekannte. Während rund 45’000 Haushalte und 2’200 Betriebe bei Frost während zweieinhalb Tagen ohne Strom und oft ohne Heizung waren, spielte Wegner Tennis. Später machte er dazu nach Darstellung des Beitrags mehrere falsche oder korrigierte Angaben, unter anderem über seine Kontakte mit Krisenstäben. Die Affäre beschädigte die Berliner CDU erheblich: Infratest dimap sieht sie bei 17 Prozent, nach 28,2 Prozent im Jahr 2023, auf Rang vier hinter Linken, Grünen und AfD. Finanzsenator Stefan Evers soll nun den Wahlkampf führen. Die CDU will mit Verwaltungsreformen, Bürgerämtern, Polizeigesetz und Kritik an der Linken wieder Unterstützung gewinnen.