Themen: Technologie
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Verkehrsbetriebe Zürich rüsten ihre Cobra-Trams mit einem Sicherheitssystem nach, das bei medizinisch bedingter Handlungsunfähigkeit des Fahrpersonals automatisch eingreifen soll. Anlass ist der schwere Unfall am Albert-Näf-Platz beim Bahnhof Oerlikon im vergangenen Herbst. Ein Cobra-Tram prallte damals ungebremst in die Flanke eines vortrittsberechtigten Flexity-Trams; beide Fahrzeuge entgleisten teilweise. Zwei Tramlenkende und ein Fahrgast wurden schwer verletzt. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle führte die Kollision auf ein medizinisches Problem des Cobra-Chauffeurs zurück. Für Schweizer Trams sind solche Notfallsysteme gesetzlich bislang nicht vorgeschrieben, weshalb die Cobra-Modelle keine entsprechende Ausrüstung hatten. Moderne Systeme überwachen unter anderem Lenkverhalten und Augenbewegungen und können eine automatische Bremsung auslösen. Bei den SBB ist ein vergleichbares Prinzip als Totmannpedal Standard: Fällt bei Bewusstlosigkeit der Druck weg und erfolgt keine Quittierung, bremst der Zug automatisch.