Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Westasien
Navi Pillay erhält den Friedensnobelpreis 2026 für ihren Einsatz für Frieden und Völkerrecht. Die 1941 bei Durban geborene südafrikanische Juristin begann ihre Laufbahn in der Antiapartheid-Bewegung, verteidigte unter anderem Nelson Mandela und wurde nach Studien in Harvard Richterin in Südafrika sowie an internationalen Strafgerichten. Von 2008 an war sie UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte in Genf. Besonders umstritten ist ihr Engagement zu Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten. Pillay kritisierte 2014 sowohl Israel als auch die Hamas wegen Verstössen gegen internationales Recht und leitete später eine UNO-Untersuchungskommission zu Westjordanland und Gazastreifen. Israel und die USA werfen ihr Einseitigkeit vor; Netanjahu und das israelische Aussenministerium reagierten scharf auf die Preisvergabe. Donald Trump beklagte, der Preis hätte ihm zustehen müssen, und kündigte Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag an. Mehrere Staaten, darunter die Schweiz, weisen solche Massnahmen zurück.