Themen: Wirtschaft/Finanzen, Leben
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Das Luzerner Vintagegeschäft «Neo Vintage» gibt seinen Standort an der Pfistergasse am 22. August nach rund dreieinhalb Jahren auf. Mitinhaberin Florina Moser nennt nicht einen einzelnen schlechten Monat als Grund, sondern die Belastung durch den Betrieb von zwei Secondhandläden: Zeit, Geld und persönliche Präsenz seien für beide Geschäfte nötig gewesen. Der Start von «Neo Vintage» war zudem durch eine Baustelle erschwert. Der Laden gewann zwar besonders unter jüngeren Kundinnen und Kunden sowie im Sommer bei Touristinnen und Touristen eine Stammkundschaft, doch Trends wechselten rasch. Die gezielte Beschaffung über Vintage-Grosshändler erhöhte den Aufwand zusätzlich. Eine Übernahme durch Dritte kam trotz Suche seit Jahresbeginn nicht zustande. Moser beobachtet auch bei weiteren stationären Vintage-Läden Schwierigkeiten. Die Nachfrage nach gebrauchter Kleidung bestehe jedoch weiter und verlagere sich teilweise auf Onlineplattformen. Teile des Sortiments sollen in «The Secondhand» an der Bruchstrasse integriert werden; dieses Geschäft bleibt vorerst bestehen.